Was in die Schadenakte gehört
Ordnen Sie vorhandene Bilder und Informationen nach Räumen oder Bauteilen. Datum, Blickrichtung und eine kurze Beschreibung machen ein Foto später verständlich. Halten Sie Beobachtungen und bereits bestätigte Feststellungen getrennt fest.
- Adresse, Schadenzeitpunkt und Schadennummer
- Betroffene Räume, Gebäudeteile und Inventar
- Vorhandene Berichte, Freigaben und Messprotokolle
- Angebote, beauftragte Leistungen und Rechnungen
- Ansprechpartner und dokumentierte Absprachen
Vorher, währenddessen und nach Abschluss
Vorhandene Zustandsbilder zeigen den Ausgangspunkt. Während der Arbeiten sind der tatsächlich ausgeführte Umfang und neu sichtbar gewordene Schäden relevant. Zum Abschluss sollte erkennbar sein, was bearbeitet wurde und welche Punkte noch offen sind.
Eine Fotodokumentation ist kein Ersatz für notwendige Gutachten, Prüfungen oder eine behördliche Freigabe. Solche Unterlagen werden als eigenständige Nachweise geführt.
Versicherung und Auftrag sauber auseinanderhalten
Eine eingereichte Schadenmeldung bedeutet noch keine Kostenübernahme. Deckung, Leistungsumfang und Freigaben werden mit dem Versicherer geklärt. Bewahren Sie die dazugehörigen Rückmeldungen zusammen mit den Angeboten auf.
Entsorgung und weitergehende Sanierung sollten dokumentiert und mit den Beteiligten abgestimmt werden. Betreten Sie gesperrte Bereiche nicht, um Unterlagen oder zusätzliche Fotos zu beschaffen.
Was den Dokumentationsaufwand bestimmt
Anzahl der Räume, Umfang der Arbeiten, vorhandene Unterlagen und benötigte Zwischenstände bestimmen den Aufwand. Klären Sie vor der Beauftragung, ob nur eine geordnete Fotodokumentation oder auch gesonderte Prüf- und Fachleistungen erforderlich sind.
Häufige Fragen
Übernimmt Rapid die Deckungsentscheidung der Versicherung?
Nein. Über die Deckung entscheidet der Versicherer nach dem Vertrag und dem konkreten Schaden. Eine nachvollziehbare Dokumentation unterstützt die Abstimmung.
Muss die Dokumentation vor der ersten Anfrage vollständig sein?
Nein. Adresse, Schadenbeschreibung, Ansprechpartner und Freigabestatus reichen für die Kontaktaufnahme. Bereits vorhandene Unterlagen können anschließend geordnet ergänzt werden.
Wie kennzeichne ich zusätzliche Schäden während der Sanierung?
Notieren Sie Raum oder Bauteil, Zeitpunkt und Beobachtung und stimmen Sie den weiteren Umgang mit dem zuständigen Ansprechpartner ab. Zusätzlicher Arbeitsumfang sollte nachvollziehbar vereinbart werden.

